Auf den ersten Blick wirken Angebote aus Großbritannien oft verlockend: niedrige Preise, scheinbar identische Geräte und schnelle Verfügbarkeit. Doch gerade bei Sublimationsdruckern und anderen technischen Geräten kann der Kauf aus UK schnell teurer, komplizierter und nervenaufreibender werden als gedacht.
Seit dem Brexit hat sich die Lage deutlich verändert – und viele Nachteile zeigen sich erst nach dem Kauf. In diesem Beitrag erfährst Du, warum Du besser zweimal hinschaust, bevor Du Technik aus Großbritannien bestellst.
1. Brexit: Großbritannien ist kein EU-Land mehr
Der wichtigste Punkt zuerst:
Großbritannien gehört nicht mehr zur EU.
Das bedeutet konkret:
Zollabfertigung statt freier Warenverkehr
Zusätzliche Kosten
Mehr Bürokratie
Längere Lieferzeiten
Was früher ein normaler EU-Versand war, ist heute ein Import aus einem Drittland – mit allen Konsequenzen.
2. Zusätzliche Kosten: Der günstige Preis ist oft eine Illusion
Viele Käufer erleben nach dem Bestellen eine böse Überraschung. Denn zum Kaufpreis kommen oft noch:
Einfuhrumsatzsteuer (19 %)
Zollgebühren
Abfertigungsgebühren des Paketdienstes
Teilweise Servicegebühren für die Verzollung
👉 Das vermeintliche Schnäppchen ist am Ende teurer als ein Gerät aus Deutschland oder der EU.
3. Garantie & Gewährleistung: kompliziert und unsicher
Innerhalb der EU profitierst Du von klar geregelten Verbraucherrechten. Bei Käufen aus Großbritannien sieht das anders aus:
Keine EU-Gewährleistungsregeln
Garantiebedingungen nach britischem Recht
Rücksendungen oft auf eigene Kosten
Lange Bearbeitungszeiten
Gerade bei Sublimationsdruckern, die regelmäßig gewartet werden müssen, kann das zum echten Problem werden.
4. Rücksendungen & Reparaturen: teuer und zeitaufwendig
Wenn ein Gerät defekt ist oder Probleme macht, wird es richtig unangenehm:
Rückversand nach UK = hohe Versandkosten
Erneute Zollabwicklung
Lange Wartezeiten
Risiko von Transportschäden
Viele Kunden berichten, dass Reparaturen Wochen oder sogar Monate dauern – oder wirtschaftlich keinen Sinn mehr machen.
5. Netzstecker & Stromversorgung: kleine Ursache, große Wirkung
Ein oft unterschätzter Punkt:
Großbritannien nutzt andere Netzstecker
Adapter sind nötig
Teilweise andere Netzteile oder Spannungsangaben
Bei empfindlicher Technik wie Druckern kann das:
die Lebensdauer verkürzen
Garantieansprüche gefährden
Sicherheitsrisiken verursachen
6. Keine deutsche Anleitung, kein deutscher Support
Gerade Einsteiger im Sublimationsdruck sind auf gute Erklärungen angewiesen. Bei Geräten aus UK bekommst Du oft:
Nur englische Anleitungen
Keine deutschsprachige Hotline
Support per E-Mail mit Zeitverzögerung
Keine Hilfe bei regionalen Themen (Tinte, Papier, Einstellungen)
Im Problemfall stehst Du schnell allein da.
7. Verbrauchsmaterial & Updates: nicht immer kompatibel
Ein weiterer kritischer Punkt:
Firmware kann länderabhängig sein
Sublimationstinte nicht immer problemlos verfügbar
Profile, Treiber oder Software teils eingeschränkt
Das kann zu:
schlechter Druckqualität
verstopften Druckköpfen
unnötigen Folgekosten führen
8. Wiederverkaufswert: deutlich geringer
Ein Gerät aus Großbritannien lässt sich später oft schwerer verkaufen:
Keine EU-Rechnung
Unklare Garantie
Andere Stecker
Skepsis bei Käufern
Der Wiederverkaufswert liegt meist deutlich unter vergleichbaren EU-Geräten.
9. Besser: Kauf innerhalb der EU oder in Deutschland
Wenn Du Deinen Sublimationsdrucker oder ein technisches Gerät in Deutschland oder der EU kaufst, profitierst Du von:
✅ Klaren Verbraucherrechten
✅ Schneller Lieferung ohne Zoll
✅ Deutschem Support
✅ Einfachen Rücksendungen
✅ Passender Stromversorgung
✅ Besserem Werterhalt
Gerade bei Technik, die täglich genutzt wird, zahlt sich das langfristig aus.
Fazit: Technik aus UK lohnt sich selten
Was auf den ersten Blick günstig wirkt, entpuppt sich bei Sublimationsdruckern und technischen Geräten aus Großbritannien oft als Kosten- und Nervenfalle.
Unser Rat:
Investiere lieber in ein Gerät aus Deutschland oder der EU – mit zuverlässigem Support, klaren Rechten und ohne böse Überraschungen.
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