Epson 16 und 16XL nachfüllen: Wie Easyrefill-Patronen funktionieren

Wer einen Epson WorkForce mit Patronen der Serien 16 oder 16XL verwendet, kann für ausgewählte Modelle auf wiederbefüllbare Leerpatronen zurückgreifen. Solche Patronen werden häufig als Easyrefill-, Fill-in- oder Nachfüllpatronen bezeichnet.

Ihr Zweck ist die wiederholte Nutzung: Statt nach jedem Tintenverbrauch das komplette Patronengehäuse zu ersetzen, wird geeignete Tinte nachgefüllt. Damit das im Alltag funktioniert, müssen Patronen, Chips, Tinte und Drucker zusammenpassen.

Was unterscheidet eine Easyrefill-Patrone von einer normalen Ersatzpatrone?

Eine gewöhnliche Ersatzpatrone wird meist bereits befüllt gekauft und nach Verbrauch ausgetauscht. Eine Easyrefill-Leerpatrone ist dagegen ausdrücklich zum Befüllen vorgesehen.

Dazu besitzt sie eine separate Einfüllöffnung. Diese lässt sich öffnen und nach dem Nachfüllen wieder verschließen. Zusätzlich ist auf die Belüftung zu achten: Während Tinte aus der Patrone verbraucht wird, muss ein entsprechender Luftausgleich möglich sein. Einfüllöffnung und Belüftung erfüllen deshalb unterschiedliche Aufgaben.

Die genaue Vorbereitung richtet sich nach der jeweiligen Patronenbauart und ihrer Anleitung.

Welche Rolle spielt der Auto-Reset-Chip?

Der Drucker erkennt die Patrone über einen elektronischen Chip und führt eine Füllstandsanzeige. Bei wiederbefüllbaren Patronen muss diese Anzeige für die weitere Verwendung zurückgesetzt werden können.

Ein Auto-Reset-Chip übernimmt diesen Vorgang unter bestimmten Bedingungen. Beim Dr. Inkjet IRP388MP ist dafür laut Produktbeschreibung die Leermeldung mit anschließender Entnahme, Befüllung und Wiedereinsetzung vorgesehen.

Der Begriff „automatisch“ bedeutet allerdings nicht, dass der Chip die tatsächlich eingefüllte Tintenmenge erkennt. Eine volle Anzeige ist daher kein Nachweis für eine vollständig befüllte Patrone. Der reale Tintenvorrat muss zusätzlich kontrolliert werden.

Warum müssen alle vier Patronen zusammen eingesetzt werden?

Die Bedingungen unterscheiden sich zwischen einzelnen Nachfüllsystemen. Manche Sets sind ausschließlich für den gemeinsamen Einsatz aller zugehörigen Patronen vorgesehen.

Beim IRP388MP müssen die vier Easyrefill-Patronen als vollständiger Satz verwendet werden. Eine einzelne Nachfüllpatrone mit beliebigen Original- oder Fremdpatronen zu kombinieren, entspricht nicht der vorgesehenen Verwendung dieses Sets.

Beispiel: Dr. Inkjet IRP388MP

Dieses Set umfasst vier leere Patronen für Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb mit Auto-Reset-Chips. Es ersetzt die entsprechenden Epson-Patronen T1621 bis T1624 sowie T1631 bis T1634.

Die angegebenen Füllmengen betragen 14 ml für Schwarz und jeweils 7 ml für die drei Farben. Tinte wird bei diesem Leerpatronenangebot nicht mitgeliefert.

Als passende Drucker nennt der Anbieter folgende Epson WorkForce-Modelle:

WF-2010W, WF-2110W, WF-2510WF, WF-2520NF, WF-2530WF, WF-2540WF, WF-2630WF, WF-2650DWF, WF-2660DWF, WF-2750DWF und WF-2760DWF.

Vor dem Kauf sollte immer die vollständige Druckerbezeichnung mit der Kompatibilitätsliste abgeglichen werden.

Welche Tinte gehört in eine Nachfüllpatrone?

Die passende Patronenform sagt noch nichts darüber aus, welche Tinte verwendet werden sollte. Nachfülltinte muss für den Drucker und die geplante Anwendung geeignet sein.

Unterschiedliche Tinten können sich hinsichtlich Farbwiedergabe, Trocknung und Materialverträglichkeit unterscheiden. Tintenreste unbekannter Herkunft oder verschiedene Tintenarten sollten deshalb nicht ohne vorherige Prüfung vermischt werden.

Für reproduzierbare Ergebnisse empfiehlt es sich, bei einem abgestimmten Tintensystem zu bleiben.

Kann man Leerpatronen für Sublimation verwenden?

Leerpatronen können Bestandteil einer Umrüstung auf Sublimation sein. Sie sind jedoch nur ein Teil des Systems.

Zusätzlich müssen unter anderem Sublimationstinte, Druckerzustand, Transferpapier, Farbmanagement und die zu bedruckenden Materialien berücksichtigt werden. Bei einem bereits mit anderer Tinte betriebenen Drucker ist außerdem zu klären, wie vorhandene Tintenreste fachgerecht entfernt werden.

Aus der mechanischen Passform einer Leerpatrone ergibt sich keine allgemeine Freigabe für beliebige Spezialtinten.

Ist „CISS“ dasselbe wie eine Nachfüllpatrone?

Die Begriffe werden in Angeboten teilweise nebeneinander verwendet. Ein externes kontinuierliches Tintenversorgungssystem besitzt üblicherweise Vorratsbehälter und Schlauchleitungen. Wiederbefüllbare Einzelpatronen können dagegen ohne einen solchen externen Tank betrieben werden.

Entscheidend ist deshalb die konkrete Beschreibung des Lieferumfangs. Beim hier beschriebenen IRP388MP werden vier Leerpatronen angeboten; ein externes Tanksystem ist nicht aufgeführt.

Was ist bei Firmware-Updates zu beachten?

Firmware-Updates können verändern, welche kompatiblen Chips ein Drucker akzeptiert. Wer ein Nachfüllsystem verwendet, sollte vor einem Update prüfen, ob dessen Verträglichkeit bekannt ist.

Der Anbieter des IRP388MP empfiehlt, automatische Drucker-Firmware-Updates zu deaktivieren. Diese Empfehlung bezieht sich auf die Chiperkennung des Patronensystems.

Wann kann sich das Nachfüllen lohnen?

Ob ein Nachfüllsystem wirtschaftlich ist, hängt vom individuellen Einsatz ab. Neben dem Tintenpreis zählen das Druckvolumen, der Aufwand beim Befüllen und der Verbrauch durch Reinigung und Wartung.

Wiederbefüllbare Patronen ermöglichen die mehrfache Nutzung ihrer Gehäuse. Dafür übernehmen Anwender zusätzliche Aufgaben: Tintenstand prüfen, sauber nachfüllen, Belüftung kontrollieren und die Reset-Bedingungen beachten.

Wer diese Handgriffe regelmäßig durchführt und passende Tinte verwendet, kann ein solches System in seinen Druckalltag integrieren.

T16XL Leerpatronen mit Auto-Reset-Chip | Dr. Inkjet

Dr. Inkjet IRP388MP: 4 nachfüllbare Leerpatronen mit Auto-Reset-Chips, kompatibel zu Epson 16/16XL. Für WF-2110W und weitere Modelle. Ohne Tinte.

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